10 FAKTEN ÜBER MATCHA

1. HERKUNFTSLAND JAPAN

Auch wenn die Idee Tee zu vermahlen und ihn dann zu trinken zuerst in China entwickelt wurde, kommt echter Matcha aus Japan. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Verarbeitungsmethoden verfeinert und im 16. Jahrhundert wurde der Beschattungsanbau eingeführt. Dies macht Japanischen Matcha so einzigartig und verleiht ihm einen unverwechselbaren Umami-Geschmack.

2. DIE FARBE

Jede Qualität hat ihre Farbe. Der Beschattungsanbau führt dazu, dass die Blätter nur noch 10 Prozent des Sonnenlichts erreicht. Das führt dazu, dass vermehrt Chlorophyll und Aminosäuren im Blatt angereichert werden. Die Blätter erhalten dadurch eine intensive, grüne Farbe. Werden die Blätter zu Matcha vermahlen, zeigt sich diese Färbung in einem leuchtend grünen, satten Farbton. Je höher die Qualität, desto kräftiger das Grün. Schlechte Matcha Qualitäten oder gar „Fake-Matcha“ erkennt man daran, dass die Farbe ins Gelbliche oder gar Bräunliche geht.

3. DAS AROMA

Das Aroma wird maßgeblich von der Überschattung bestimmt. Je länger die Teepflanzen überschattet werden, desto mehr Aminosäuren bilden sich. Diese sorgen für einen süßen und sanften Geschmack, der mit der Beschattungszeit intensiver wird. Die Krönung ist der für Japan-Matcha bekannte Umami Geschmack und das nussige Aroma, das ein Merkmal der japanischen Tencha-Produktion ist.

4. DIE ÜBERSCHATTUNG

Original japanischer Matcha zeichnet sich dadurch aus, dass die Pflanzen bis zu vier Wochen vor der Ernte überschattet werden. Der Beschattungsanbau führt dazu, dass die Blätter nur noch 10 Prozent des Sonnenlichts erreicht. Das führt dazu, dass vermehrt Chlorophyll und Aminosäuren im Blatt angereichert werden. Die Überschattung führt dazu, dass authentischer Matcha nicht bitter ist. Grund dafür: die Bildung von Bitterstoffen, die zum Schutz gegen das Sonnenlicht im Blatt angereichert werden, wird wesentlich gehemmt.

5. DIE TENCHA PRODUKTION

Matcha ist nicht nur einfach vermahlener Grüner Tee. Neben der Beschattung ist vor allem die Verarbeitung zu Tencha der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Grüntees. Der Sinn eines Grüntees ist, die Blätter so zu verarbeiten, dass die Inhaltsstoffe leicht wasserlöslich sind, um einen leckeren Aufguss zu ergeben. Tencha hingegen wird möglichst schonend verarbeitet, damit die Inhaltsstoffe im Blattfleisch verbleiben und vollständig aufgenommen werden können. Merkmale der Tencha Verarbeitung sind das Dämpfen und das anschließende Backen der Teeblätter. Dadurch erhalten sie ihr nussiges Aroma, das Sie bei jedem Öffnen einer frischen Dose Matcha riechen können.

6. DIE TEXTUR

Bei der Verarbeitung der Blätter zu Tencha werden alle Blattadern und Stängel entfernt. Vermahlen wird nur das reine Blattfleisch. Original japanischen Matcha erkennen Sie daher an einer ultrafeinen Textur. Grund für diese Feinheit sind die jungen, frischen Blätter der Teepflanze. Diese sind weicher als alte Blätter und können daher viel feiner vermahlen werden. Übrigens: in zeremoniellen Qualitäten sollten nur junge Blätter Verwendung finden, da sonst das Geschmackserlebnis darunter leidet.

7. STEINMÜHLEN

Original japanischer Matcha wird seit Jahrhunderten in Steinmühlen vermahlen. Unsere Steinmühlen sind aus Granitstein hergestellt, da er besonders beständig ist und nicht so schnell überhitzt. Das ist für die Qualität des Matcha ein entscheidender Punkt.

8. UMAMI

Ein besonderes Merkmal zeremonieller Premium Qualitäten ist der Umami-Geschmack. Als Erster beschrieb der japanische Forscher Ikeda Kikunae 1908 die Geschmacksqualität Umami. Ikeda entdeckte, dass die gustatorische Wahrnehmung neben den Grundqualitäten süß, sauer, salzig und bitter eine weitere Qualität wiedergibt. Wenn Sie neugierig darauf sind, wie Umami schmeckt, dosieren Sie einfach unseren Super Premium Tenno ein bisschen höher (in etwa ab 3 Gramm aufwärts). Vergessen Sie dabei aber nicht, eine Wassertemperatur unter 80°C zu wählen, damit der Matcha nicht bitter wird. Wenn Sie den Matcha auf diese Weise zubereiten, bekommen Sie ein besonders süßes und cremiges Ergebnis und jede Menge Umami.

9. DIE INHALTSSTOFFE

In den Medien wird Matcha wegen seiner Inhaltsstoffe als Superfood gefeiert. Das liegt einerseits an den Catechinen und insbesondere an dem enthaltenen Epigallocatechingallat (EGCG). Derzeit beschäftigt sich die Forschung mit zahlreichen Studien an der Ergründung der Wirkung. Schon jetzt gibt es Hinweise darauf, dass EGCG bei vielen Krankheiten helfen könnte. Mehr dazu finden Sie zum Beispiel in diesem Artikel.

Nachteulen und Morgenmuffel werden sich darüber freuen, dass im Matcha Koffein enthalten ist. Und nicht nur das! Im Unterschied zu Kaffee wirkt das Koffein im Matcha durch die verzögerte Aufnahme deutlich länger. Verantwortlich dafür sind die Gerbstoffe bzw. Tannine, an die das Koffein gebunden und erst während der Verdauung vom Körper aufgenommen wird. So haben Sie lange etwas von der Wirkung.

Die Tee-exklusive Aminosäure L-Theanin verleiht dem Koffeinkick eine beruhigende Note. Daher sind Sie trotz des enthaltenen Koffeins nach dem Verzehr von Matcha nicht unruhig oder hibbelig (wie es nach einem starken Kaffee der Fall sein kann).

10. DER PREIS

Wer kennt das nicht: man geht in ein Geschäft und sieht einen Artikel, der super günstig ist. Dieses Schnäppchen kann man sich ja nicht entgehen lassen! Zu Hause merkt man dann, dass das Schnäppchen leider nicht das hält, das man sich davon erhofft hat. So ist es auch bei Matcha. Die aufwendige Herstellung ist automatisch auch mit einem höheren Verkaufspreis verbunden. Der Preis kann in diesem Fall als Qualitätshinweis herangezogen werden. Wer auf sehr günstigen Matcha trifft, sollte im Zweifel prüfen, ob es sich wirklich um original japanischen Matcha, oder um einfachen vermahlenen Tee handelt. Denn: Matcha ist kein geschützter Begriff. Theoretisch und praktisch können also sämtliche vermahlene Tees als Matcha deklariert und verkauft werden. Also: Augen auf beim Matcha-Kauf!

 

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